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Moldawisches Roulette
Roman
dtv-Premium
277 Seiten, EUR 14,50
ISBN: 3-423-24431-3
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Moldawisches
Roulette
Wir treten durch die getönte Glastür und
ich bemerke mit Genugtuung, wie mein Pfadfinder einen Moment stockt,
die Augenbrauen in die Höhe zieht, schluckt, mich irritiert
anlächelt und nicht so recht zu wissen scheint, wo er da
hineingeraten ist. Dieses Zwischending aus qualmverhangener
Spielhölle und
Bordcasino-Noblesse hat er offensichtlich nicht erwartet. Der Großteil
der Besatzung besteht aus coolen Maßanzugtypen mit undurchdringlichen
Gesichtern, denen man ansieht, dass sie Handys, dunkle Brillen
und genügend Scheine in den Jackettaschen mit sich herumtragen.
An der Bar hängen ein paar schrill gestylte Miezen herum
- vermutlich Damen von der Sorte, wie der nächtliche Telefonservice
des Hotels sie ausländischen Gästen offeriert. Es
ist mehr Publikum da als ich dachte.
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Geschichten mit Herbst
Broschiert
lichtung Verlag
96 Seiten, EUR 10,20
ISBN-3-929517-39-6
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Geschichten mit Herbst
"Kommst du mit zum Einkaufen?, frage ich und gehe
meiner Frage vorsorglich hinterher bis zum Tisch in der Stube, wo Herbst
sitzt und Zeitung liest und ganz wider mein Erwarten den Kopf hebt,
als habe er tatsächlich gehört, dass ich etwas von ihm wissen
will, was mich zutiefst verwundert, da Herbst bei jeglicher Art von
Lektüren – und im allgemeinen nicht nur dann – nicht
gestört werden will durch irgendwelche auf den banalen Alltag
verweisenden Sprüche, die ihn aus seinem inneren Monolog herausreißen
und auf die Nebensächlichkeiten unserer Überlebensstrategien
aufmerksam machen könnten…“
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Jüdische Frauen
im New Yorker Exil.
10 Begegnungen.
Gebundene Ausgabe
Edition Ebersbach
127 Seiten, EUR 15,80
ISBN: 3-931782-55-7
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Jüdische Frauen
im New Yorker Exil. 10 Begegnungen.
„Bitte helfen Sie mir. Schicken Sie
mir ein Affidavit. Ich bin Pianistin, ich kann mich selbst ernähren,
aber ich muss hier weg und ich brauche jemanden, der für mich
bürgt…“
Dieser Satz stammt aus dem Jahr 1939. Er stand in den Briefen, die
die in Wien lebende, damals 33-jährige Pianistin Erna Jonas an wildfremde Menschen in
New York schickte, die sie als Namensvettern aus dem New Yorker Telefonbuch herausgesucht
hatte, um sie um Hilfe zu bitten. 52 Jahre später zitiert sie ihn mir.
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Marieluise
Fleißer. Leben im Spagat.
Gebundene Ausgabe
Edition Ebersbach
144 Seiten, EUR 40,00
ISBN: 3-934703-25-9 |
Marieluise
Fleißer. Leben im
Spagat.
"Ich schaue mein Stück an, ich schaue
Ihren Protest an – ich kann mir nicht helfen, Herr Oberbürgermeister,
ich bringe die beiden Dinge nicht unter einen Hut. Faktisch habe ich
doch eine Riesenreklame für meine Vaterstadt gemacht, und ich habe
sie gerne gemacht, da ich eine begeisterte Ingolstädterin bin. Sie
sind mir da wirklich etwas in den Rücken gefallen. (...)
Aus Ingolstadt schrieb man mir sogar, daß man mich dort totschlagen
würde.
Seid doch nicht gleich so derb, liebe Leute. Da hätte ich ja, wenn es
nach euch ginge, in meinem Stück ganz anders derb sein müssen, um
den volkstümlichen
Ton zu treffen, mir macht das Kummer. Es ist nicht fein, wenn man ein Mädchen
totschlägt. Es ist auch dann noch nicht fein, wenn dies Mädchen zufällig
in Berlin aufgeführt wird. Die Mädchen genießen heute größere
Freiheit. Wir leben nicht mehr im Zeitalter der Hexenprozesse. ...."
Offener Brief an den Oberbürgermeister von Ingolstadt, Berliner
Tageblatt, 17 April 1929 |
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